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Unabhängiges Informationsportal zum Spielersperrsystem OASIS

Anlaufstellen bei Glücksspielsucht nach Regionen

Auf dieser Seite

Hilfe bei Glücksspielproblemen ist in Deutschland auf mehrere Ebenen verteilt. Bundesstellen informieren, Landesstellen koordinieren und kommunale Dienste beraten vor Ort. Dadurch können Betroffene, Angehörige und Fachkräfte einen passenden Zugang wählen. Eine formale Diagnose ist für das erste Gespräch nicht nötig.

#Bundesweite Hilfe und Information

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit gehört zum Geschäftsbereich des Bundesgesundheitsministeriums. Über Check dein Spiel bietet es Informationen, Selbsttests, Beratung und Ausstiegsprogramme. Das kostenfreie Beratungstelefon Glücksspielsucht ist unter 0800 1372700 anonym erreichbar.

Der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen koordiniert die Suchtpolitik. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen bündelt Träger aus Beratung, Behandlung und Selbsthilfe. Der Fachverband Glücksspielsucht verbindet Fachleute, Kliniken, Forschung und Betroffenenvertretungen.

#Hilfe auf Ebene der Bundesländer

Jedes Bundesland hat eigene Strukturen. Landeskoordinierungsstellen Glücksspielsucht verbinden Prävention, Fachberatung und Forschung. Ihre gemeinsame Übersicht führt direkt zur zuständigen Stelle. Sie berücksichtigt, dass Angebote in Berlin anders organisiert sein können als in Bayern oder Schleswig-Holstein.

Über die bundesweite Telefonnummer 0800 077 66 11 erhalten Betroffene und Angehörige kostenfreie anonyme Beratung. Fachkräfte helfen bei der Einordnung und nennen regionale Angebote. DigiSucht ergänzt diesen Weg mit digitaler Beratung. Das Portal arbeitet bundesweit, professionell und auf Wunsch anonym.

#Kommunale Beratung vor Ort

Die Landesstellen veröffentlichen Verzeichnisse kommunaler Beratungsangebote. Träger sind häufig Gesundheitsämter, Caritas, Diakonie oder AWO. Eine Beratungsstelle vor Ort kann finanzielle, familiäre und gesundheitliche Folgen gemeinsam betrachten. Sie vermittelt bei Bedarf in Therapie, Schuldnerberatung oder Selbsthilfe.

Ein wenig bekannter Vorteil der regionalen Suche liegt in der Finanzierung. Öffentlich geförderte Stellen beraten meist kostenfrei und kennen lokale Wartezeiten. Wer keinen Termin vor Ort erreicht, kann parallel DigiSucht oder ein Telefonangebot nutzen. In einer Krise zählt der schnellste erreichbare Kontakt.

#Welcher Zugang passt zur Situation

Der erste Schritt richtet sich nach Dringlichkeit und persönlicher Form. Mehrere Angebote dürfen gleichzeitig genutzt werden.

  • Selbsttest und Informationen über Check dein Spiel
  • Anonyme Erstberatung über eine bundesweite Telefonnummer
  • Digitale Gespräche und Nachrichten über DigiSucht
  • Persönliche Beratung über das regionale Stellenverzeichnis
  • Therapie oder Rehabilitation nach fachlicher Abklärung

Angehörige können sich ebenfalls beraten lassen. Sie müssen nicht warten, bis die spielende Person Hilfe annimmt. Beratungsstellen erklären Grenzen, finanzielle Schutzschritte und Gesprächsstrategien. Bei Gefahr für Leben oder Sicherheit sind Notruf und Krisendienst zuständig.

#Rechtlicher Rahmen der Hilfen

Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 verpflichtet Anbieter zu Sozialkonzepten und Schutzmaßnahmen. Dazu gehören Informationen, Früherkennung und das bundesweite Sperrsystem OASIS. Eine OASIS Spielersperre kann den Zugang zu erfassten Angeboten begrenzen. Beratung und Behandlung bleiben davon getrennte Hilfen.

Die GGL beaufsichtigt länderübergreifendes Onlineglücksspiel. Medizinische Beratung erbringt sie nicht. Forschungseinrichtungen untersuchen dagegen Prävention, Störungsverläufe und Versorgung. Ihre Ergebnisse unterstützen Länder und Hilfesysteme bei der Planung regionaler Angebote.

#FAQ zu Anlaufstellen bei Glücksspielsucht

#Muss ich meinen Namen nennen?

Viele Telefon- und Onlineangebote beraten anonym. Bei einer Therapie können später Versicherungs- und Kontaktdaten erforderlich werden.

#Dürfen Angehörige eine Beratung nutzen?

Ja. Die genannten Stellen unterstützen auch Partner, Eltern, Kinder und andere nahestehende Personen.

#Kostet die erste Beratung etwas?

Öffentlich geförderte Telefon-, Online- und Suchtberatungen sind meist kostenfrei. Für Behandlungen sollte die Kostenübernahme vorher geklärt werden.

#Ersetzt eine Spielersperre die Therapie?

Nein. Eine Sperre begrenzt Zugänge. Beratung oder Therapie bearbeitet zusätzlich Auslöser, Schulden, Beziehungen und Rückfallrisiken.

#Offizielle Quellen

Die folgenden Stellen und Rechtsportale ermöglichen eine vertiefte Prüfung der Angaben. Sie führen zu amtlichen oder institutionellen Informationen.

Für rechtliche Entscheidungen zählt stets die aktuelle Fassung der jeweiligen Norm oder Behördeninformation.