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Welche Glücksspiele sind in Deutschland legal?

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Welche Glücksspiele sind in Deutschland legal?

Legales Glücksspiel in Deutschland setzt grundsätzlich eine staatliche Erlaubnis voraus. Dabei ist eine wichtige Unterscheidung zu beachten. Eine Glücksspielart kann erlaubnisfähig sein, ohne dass jeder Anbieter dieser Spiele tatsächlich eine Erlaubnis besitzt. Deshalb sollten Spieler nicht nur das Spielangebot prüfen. Entscheidend sind auch Betreiber, Glücksspielart und verwendete Domain. Die amtliche Whitelist hilft bei dieser Kontrolle.

#Was bedeutet erlaubnisfähiges Glücksspiel?

Welche Glücksspiele sind in Deutschland legal?

Erlaubnisfähig bedeutet, dass für eine Glücksspielart grundsätzlich eine staatliche Erlaubnis erteilt werden kann. Der Anbieter muss dafür die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen.

Der Begriff bedeutet nicht, dass jedes entsprechende Angebot automatisch erlaubt ist. Sportwetten sind beispielsweise erlaubnisfähig. Ein Sportwettenanbieter darf deshalb aber nicht ohne erforderliche deutsche Erlaubnis tätig werden.

Nach § 4 GlüStV 2021 dürfen öffentliche Glücksspiele grundsätzlich nur mit Erlaubnis der zuständigen Behörde veranstaltet oder vermittelt werden. Das gilt auch für die Vermittlung.

Für Spieler ergibt sich daraus eine einfache Regel: Zuerst muss die Glücksspielart erlaubt werden können. Danach ist zu prüfen, ob gerade der konkrete Anbieter die erforderliche Erlaubnis besitzt.

#Welche Glücksspiele dürfen online angeboten werden?

Welche Glücksspiele sind in Deutschland legal?

Der Glücksspielstaatsvertrag grenzt die im Internet erlaubnisfähigen Angebote ausdrücklich ein. § 4 Absatz 4 GlüStV 2021 nennt mehrere Kategorien.

Dazu gehören:

  • Eigenvertrieb und Vermittlung von Lotterien,
  • Veranstaltung, Vermittlung und Eigenvertrieb von Sportwetten,
  • Veranstaltung, Vermittlung und Eigenvertrieb von Pferdewetten,
  • Online Poker,
  • virtuelle Automatenspiele,
  • Online Casinospiele.

Andere öffentliche Glücksspiele dürfen nicht allein deshalb online angeboten werden, weil sie terrestrisch zulässig sein können.

Auch innerhalb dieser Kategorien ist eine konkrete Erlaubnis erforderlich. Ein erlaubnisfähiges Produkt und ein tatsächlich erlaubtes Angebot sind zwei unterschiedliche Dinge.

#Virtuelle Automatenspiele

Virtuelle Automatenspiele bilden eine eigene Glücksspielart. Der GlüStV 2021 definiert sie als im Internet angebotene Nachbildungen terrestrischer Automatenspiele.

Für Spieler entspricht diese Kategorie häufig dem, was umgangssprachlich als Online Slots bezeichnet wird. Nicht jedes digitale Casinospiel gehört jedoch dazu.

Die GGL ist für Erlaubniserteilung und Aufsicht bei virtuellen Automatenspielen zuständig. Anbieter mit entsprechender Erlaubnis werden in der amtlichen Whitelist aufgeführt.

Eine Erlaubnis für Sportwetten oder eine andere Glücksspielart reicht dafür nicht aus.

#Online Poker

Auch Online Poker ist eine eigenständige gesetzliche Kategorie. Gemeint sind Pokervarianten ohne Bankhalter. Dabei spielen natürliche Personen an einem virtuellen Tisch gegeneinander.

Die GGL erteilt die entsprechenden Erlaubnisse und überwacht die erlaubten Angebote. Anbieter mit einer Erlaubnis für Online Poker lassen sich über die Whitelist kontrollieren.

Für Online Poker gelten außerdem Vorgaben des Jugend- und Spielerschutzes. Welche Regeln konkret gelten, richtet sich nach der jeweiligen Glücksspielart und den einschlägigen Vorschriften.

#Online Casinospiele sind nicht dasselbe wie Online Slots

Der Begriff Online Casino wird im Alltag sehr breit verwendet. Im deutschen Glücksspielrecht ist die Kategorie Online Casinospiele dagegen enger definiert.

Online Casinospiele sind virtuelle Nachbildungen von Bankhalterspielen. Dazu gehören auch Live Übertragungen terrestrischer Bankhalterspiele mit Teilnahme über das Internet.

Darunter können beispielsweise klassische Bankhalterspiele fallen. Entscheidend bleibt jedoch die gesetzliche Einordnung des konkreten Angebots.

Online Casinospiele und virtuelle Automatenspiele sind deshalb rechtlich nicht dasselbe.

Diese Unterscheidung ist auch für die Zuständigkeit wichtig. Die GGL ist nicht die Erlaubnisbehörde für Online Casinospiele nach § 22c GlüStV 2021.

#Wer erlaubt Online Casinospiele?

Bei Online Casinospielen liegt eine wichtige Besonderheit vor. Die Länder können solche Angebote innerhalb ihres Hoheitsgebiets nach den Vorgaben des § 22c GlüStV 2021 zulassen.

Sie können Angebote unter den dort festgelegten Voraussetzungen selbst organisieren oder Konzessionen vorsehen. Die konkrete Umsetzung hängt vom jeweiligen Bundesland ab.

Deshalb sollte die GGL nicht als alleiniger Glücksspielregulator Deutschlands verstanden werden.

In der Whitelist erscheinen auch Angebote, die unter der Aufsicht von Glücksspielbehörden der Länder stehen. Die dort angegebene Zuständigkeit hilft bei der Einordnung.

#Sportwetten

Sportwetten können in Deutschland online und über erlaubte stationäre Vertriebswege angeboten werden.

Für die Veranstaltung von Sportwetten und die Vermittlung im Internet ist seit Anfang 2023 im Rahmen ihrer Aufgaben die GGL zuständig. Sie überwacht außerdem die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben.

Ein Anbieter benötigt die entsprechende deutsche Erlaubnis.

Eine Lizenz aus Malta oder einer anderen ausländischen Jurisdiktion ersetzt diese Erlaubnis nicht. Eine ausländische Lizenz kann dort gültig sein. Sie belegt aber nicht automatisch die Berechtigung für den regulierten deutschen Markt.

Die deutsche Erlaubnis lässt sich über die Whitelist kontrollieren.

#Pferdewetten

Pferdewetten bilden ebenfalls eine eigene Kategorie. Der Glücksspielstaatsvertrag definiert sie als Wetten aus Anlass öffentlicher Pferderennen oder anderer öffentlicher Leistungsprüfungen für Pferde.

Sie sollten deshalb nicht automatisch mit gewöhnlichen Sportwetten gleichgesetzt werden.

Die GGL ist für die Erlaubniserteilung zur Veranstaltung von Pferdewetten im Internet zuständig. Bei Buchmachern können zusätzlich Vorgaben des Rennwett und Lotteriegesetzes relevant sein.

Erlaubte Internetangebote erscheinen in der Whitelist unter der entsprechenden Glücksspielart.

#Lotterien

Der Lotteriemarkt besteht aus mehreren unterschiedlichen Bereichen. Deshalb lässt sich für Lotterien nicht pauschal eine einzige Zuständigkeit nennen.

Die amtliche Whitelist unterscheidet unter anderem:

  • gewerbliche Spielvermittlung,
  • Soziallotterien,
  • staatliche Klassenlotterien,
  • Lotterieeinnehmer der GKL,
  • staatliche Lotterien des Deutschen Lotto und Totoblocks,
  • Sparlotterien.

Die Zuständigkeit kann von der Art des Angebots und seinem Vertriebsgebiet abhängen.

Bei gewerblicher Spielvermittlung ist beispielsweise zwischen landesbezogenen und länderübergreifenden Erlaubnissen zu unterscheiden. Für die gebündelte Erlaubnis in mehreren Ländern ist die GGL zuständig.

Auch Klassenlotterien und deren Vermittlung benötigen entsprechende Erlaubnisse.

#Welche Glücksspiele gibt es terrestrisch?

Der erlaubnisfähige Glücksspielmarkt besteht nicht nur aus Internetangeboten.

Nach den offiziellen Informationen der GGL kommen terrestrisch unter anderem folgende Bereiche infrage:

  • Spielbanken,
  • Spielhallen,
  • Geldspielgeräte mit Gewinnmöglichkeit,
  • Sportwettvermittlungsstellen,
  • Pferdewettvermittlungsstellen,
  • Lotto Annahmestellen,
  • örtliche Verkaufsstellen von Lotterieeinnehmern der Klassenlotterien.

Für diese Bereiche gelten teilweise andere Zuständigkeiten als für länderübergreifendes Online Glücksspiel. Landesbehörden spielen dabei eine wesentliche Rolle.

Nicht jedes erlaubte terrestrische Angebot ist außerdem in der GGL Whitelist einzeln aufgeführt.

#Glücksspielarten und Zuständigkeiten im Überblick

Die folgende Übersicht zeigt die Grundstruktur. Sie ersetzt nicht die Prüfung eines konkreten Anbieters. Zuständigkeiten können vom Vertriebsweg und vom jeweiligen Landesrecht abhängen.

GlücksspielartOnline erlaubnisfähigTerrestrisches AngebotZuständigkeit im beschriebenen Onlinebereich
SportwettenJaJaGGL bei länderübergreifenden Erlaubnissen nach GlüStV
PferdewettenJaJaGGL für Pferdewetten im Internet, weitere Zuständigkeiten möglich
Virtuelle AutomatenspieleJaNein als identische Online KategorieGGL
Online PokerJaNein als identische Online KategorieGGL
Online CasinospieleJaSpielbanken als eigener terrestrischer BereichLänder nach § 22c GlüStV 2021
LotterienJaJaAbhängig von Lotterieart und Vertriebsgebiet
SpielbankenNicht als SpielbankJaGlücksspielaufsicht der Länder
SpielhallenNein als SpielhalleJaZuständige Landes und örtliche Behörden

Gerade bei Lotterien und terrestrischen Angeboten lässt sich die Zuständigkeit nicht auf eine einzige Behörde reduzieren. Die deutsche Glücksspielaufsicht ist föderal organisiert.

#Welche Rolle hat die GGL?

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder übernimmt zentrale Aufgaben für den länderübergreifenden Glücksspielmarkt.

Zu ihren Zuständigkeiten gehören unter anderem Online Poker, virtuelle Automatenspiele sowie Sportwetten und Pferdewetten im Internet. Hinzu kommen bestimmte länderübergreifende Lotterieangebote und Vermittlungsformen.

Für Spieler ist vor allem die amtliche Whitelist wichtig.

Die GGL überwacht außerdem unerlaubtes Glücksspiel im Internet innerhalb ihrer Zuständigkeiten. Über ihr Hinweisportal können mögliche Verstöße und Unregelmäßigkeiten gemeldet werden.

Die Behörde ist jedoch nicht für sämtliche Glücksspielangebote in Deutschland zuständig.

#Welche Rolle spielen die Bundesländer?

Welche Glücksspiele sind in Deutschland legal?

Die Länder bleiben ein wesentlicher Teil der Glücksspielregulierung.

Besonders deutlich wird das bei Online Casinospielen nach § 22c GlüStV 2021. Auch Spielbanken und verschiedene terrestrische Angebote fallen in landesrechtlich geprägte Strukturen.

Für Spieler bedeutet das nicht, dass sie sämtliche Behördenstrukturen kennen müssen.

Wichtiger ist die Zuständigkeitsangabe beim jeweiligen Angebot. Die Whitelist unterscheidet ausdrücklich zwischen der GGL und Glücksspielaufsichtsbehörden der Länder.

#Was zeigt die amtliche Glücksspiel Whitelist?

Welche Glücksspiele sind in Deutschland legal?

Die GGL veröffentlicht nach § 9 Absatz 8 GlüStV 2021 eine gemeinsame amtliche Liste erlaubter Veranstalter und Vermittler.

Die Whitelist wurde zuletzt am 7. September 2026 aktualisiert. Sie bietet Filter nach Glücksspielart und Zuständigkeit.

Je nach Eintrag können Spieler unter anderem folgende Angaben finden:

  • Glücksspielart,
  • Name des Veranstalters oder Vermittlers,
  • Adresse,
  • Internetseite oder Domain,
  • Vertriebsweg,
  • Vertriebsgebiet,
  • zuständige Behörde,
  • Daten zu erteilten Erlaubnissen.

Die Liste enthält sowohl Angebote unter Aufsicht der GGL als auch Angebote anderer deutscher Glücksspielaufsichten.

Das macht sie zu einem zentralen Ausgangspunkt für die Prüfung eines Anbieters.

#Nicht jedes erlaubte Angebot steht in der Whitelist

Die Whitelist ist umfassend, hat aber gesetzlich festgelegte Ausnahmen.

Nicht einzeln aufgeführt werden beispielsweise Spielhallenbetreiber, örtliche Wettvermittlungsstellen und bestimmte Lotto Annahmestellen. Auch örtliche Verkaufsstellen von Lotterieeinnehmern der GKL gehören zu den Ausnahmen.

Das Fehlen eines solchen stationären Betriebs ist deshalb nicht automatisch ein Nachweis für unerlaubtes Glücksspiel.

Bei Onlineangeboten ist die Whitelist dagegen besonders wichtig. Die jeweilige Glücksspielart und der konkrete Internetauftritt sollten gemeinsam geprüft werden.

#Einen Glücksspielanbieter in Deutschland prüfen

Eine Prüfung sollte sich nicht auf Logo, Werbung oder Aussagen des Betreibers beschränken.

Gehen Sie stattdessen Schritt für Schritt vor:

  1. Öffnen Sie die amtliche Whitelist der GGL.
  2. Suchen Sie nach dem Namen des Anbieters oder Veranstalters.
  3. Prüfen Sie die dahinterstehende Gesellschaft.
  4. Kontrollieren Sie die aufgeführte Glücksspielart.
  5. Vergleichen Sie die verwendete Domain mit dem Eintrag.
  6. Prüfen Sie den Vertriebsweg und das Vertriebsgebiet, soweit angegeben.
  7. Beachten Sie die genannte zuständige Behörde.
  8. Kontrollieren Sie den Hinweis auf die staatliche Erlaubnis auf der Anbieterwebsite.

Bei Unklarheiten sollte die Prüfung abgeschlossen sein, bevor Geld eingezahlt wird.

Amtliche Whitelist der GGL

#Warum die Domain wichtig ist

Ein bekannter Markenname reicht nicht als Nachweis einer Erlaubnis.

Die Whitelist führt bei Onlineangeboten die jeweiligen Internetseiten auf. Ein Unternehmen kann dabei auch mehrere Domains verwenden.

Spieler sollten deshalb den tatsächlichen Internetauftritt mit dem offiziellen Eintrag vergleichen.

Auch ähnliche Schreibweisen sind kein Beleg dafür, dass eine Website zum erlaubten Angebot gehört.

Dasselbe Prinzip gilt bei Unternehmen mit mehreren Glücksspielprodukten. Entscheidend ist nicht allein der Name des Betreibers.

#Eine Erlaubnis gilt nicht automatisch für alle Produkte

Ein Betreiber kann in der Whitelist mehrfach erscheinen.

Das ist kein Fehler. Unterschiedliche Glücksspielarten benötigen entsprechende Erlaubnisse.

Die aktuelle Whitelist zeigt beispielsweise Betreiber, die getrennt für Sportwetten und virtuelle Automatenspiele geführt werden. Andere Unternehmen besitzen zusätzlich eine Erlaubnis für Online Poker.

Eine Sportwetten Erlaubnis bedeutet deshalb nicht automatisch, dass derselbe Betreiber auch Online Poker anbieten darf.

Spieler sollten jeden Produktbereich separat prüfen.

#Was muss ein erlaubter Onlineanbieter angeben?

Nach § 6e Absatz 3 GlüStV 2021 müssen erlaubte Anbieter auf ihrer Startseite auf die staatliche Erlaubnis hinweisen. Außerdem muss angegeben werden, welche Behörde die Erlaubnis erteilt hat.

Diese Angaben sind ein nützlicher erster Hinweis.

Sie ersetzen jedoch nicht die unabhängige Kontrolle über die amtliche Whitelist.

Ein eigener Lizenzhinweis auf einer Website beweist für sich allein nicht, dass das konkrete Angebot tatsächlich über die erforderliche Erlaubnis verfügt.

#Reicht eine Malta oder Curaçao Lizenz?

Eine ausländische Glücksspiellizenz beantwortet nicht die Frage, ob ein Angebot in Deutschland erlaubt ist.

Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder einer anderen Jurisdiktion kann für den dort geregelten Markt Bedeutung haben.

Für das Angebot von erlaubnispflichtigem Glücksspiel in Deutschland ist jedoch die nach deutschem Recht erforderliche Erlaubnis maßgeblich. § 4 GlüStV 2021 stellt öffentliche Glücksspiele grundsätzlich unter einen Erlaubnisvorbehalt.

Für Spieler ist deshalb der deutsche Erlaubnisstatus entscheidend.

#Was ist unerlaubtes Glücksspiel?

Unerlaubtes Glücksspiel liegt nicht allein deshalb vor, weil ein Betreiber unbekannt ist oder seinen Unternehmenssitz im Ausland hat.

Entscheidend ist der rechtliche Status des konkreten Angebots.

§ 4 GlüStV 2021 verbietet das Veranstalten und Vermitteln öffentlichen Glücksspiels ohne die erforderliche Erlaubnis.

Auch Werbung für unerlaubte Glücksspiele ist nach dem Glücksspielstaatsvertrag nicht zulässig.

Bei Zweifeln sollten Spieler deshalb nicht aus dem Firmensitz oder dem Design einer Website auf deren Status schließen. Die amtlichen Angaben sind die bessere Grundlage.

#Welche Risiken haben unerlaubte Angebote?

Welche Glücksspiele sind in Deutschland legal?

Bei einem nicht erlaubten Angebot fehlt die Einbindung in das vorgesehene deutsche Regulierungssystem.

Das kann für Spieler praktische Nachteile bedeuten. Vorgesehene Kontrollmechanismen des deutschen Spielerschutzes greifen möglicherweise nicht entsprechend.

Auch Beschwerden oder Probleme mit Auszahlungen können schwieriger einzuordnen sein. Behörden können außerdem Maßnahmen gegen unerlaubte Internetangebote treffen.

Die GGL nimmt Hinweise auf unerlaubtes Glücksspiel und entsprechende Werbung über ihr Hinweisportal entgegen.

Der Status eines Angebots sollte deshalb vor der Nutzung geprüft werden.

#Wie schützt das deutsche System Spieler?

Der GlüStV 2021 verbindet die Erlaubnis mit verschiedenen Schutzvorgaben. Dabei gelten nicht sämtliche Maßnahmen identisch für jede Glücksspielart.

Zu den relevanten Instrumenten können gehören:

  • Ausschluss Minderjähriger,
  • Identifizierung und Authentifizierung,
  • Spielersperren über OASIS,
  • anbieterübergreifende Einzahlungslimits,
  • Verhinderung parallelen Spielens,
  • Sozialkonzepte,
  • Informationspflichten,
  • Vorgaben für Werbung.

Für Onlineangebote spielen außerdem die technischen Aufsichtssysteme eine wichtige Rolle. Die Limitdatei unterstützt anbieterübergreifende Einzahlungslimits. Die Aktivitätsdatei dient der Verhinderung parallelen Spiels bei mehreren Anbietern.

OASIS ist das bundesweite, spielformübergreifende Spielersperrsystem. Die Verantwortung dafür liegt beim Regierungspräsidium Darmstadt.

#Erlaubt bedeutet nicht risikofrei

Eine staatliche Erlaubnis sagt etwas über den regulatorischen Status des Angebots aus.

Sie bedeutet nicht, dass Gewinne wahrscheinlich oder garantiert sind. Auch erlaubtes Glücksspiel kann zu erheblichen finanziellen Verlusten führen.

Eine Erlaubnis garantiert ebenfalls nicht, dass ein Spieler keine Glücksspielprobleme entwickelt.

Die Regulierung schafft Regeln für Anbieter und Schutzmechanismen für Spieler. Sie beseitigt aber nicht die grundlegenden Risiken des Glücksspiels.

#FAQ

Mehrere Glücksspielarten können erlaubt werden. Dazu gehören unter anderem Lotterien, Sportwetten, Pferdewetten, Online Poker, virtuelle Automatenspiele und Online Casinospiele. Der konkrete Anbieter benötigt zusätzlich die erforderliche Erlaubnis.

#Sind Online Casinos in Deutschland erlaubt?

Bestimmte Online Glücksspielangebote können erlaubt werden. Der juristische Begriff Online Casinospiele bezeichnet jedoch nicht den gesamten Online Casino Markt. Online Casinospiele und virtuelle Automatenspiele sind unterschiedliche Kategorien.

Online Slots können als virtuelle Automatenspiele erlaubnisfähig sein. Der Betreiber benötigt dafür eine entsprechende Erlaubnis. Anbieter und Domain sollten in der amtlichen Whitelist geprüft werden.

#Ist Online Poker in Deutschland erlaubt?

Ja. Online Poker ist eine erlaubnisfähige Glücksspielart. Die GGL erteilt und überwacht entsprechende Erlaubnisse innerhalb ihrer Zuständigkeit.

Sportwetten können legal angeboten werden, wenn die erforderliche Erlaubnis besteht. Bei Onlineangeboten sollten Spieler Betreiber, Glücksspielart und Domain über die Whitelist prüfen.

#Was ist der Unterschied zwischen Online Casinospielen und virtuellen Automatenspielen?

Virtuelle Automatenspiele sind Online Nachbildungen terrestrischer Automatenspiele. Online Casinospiele sind virtuelle Nachbildungen von Bankhalterspielen oder entsprechende Live Übertragungen. Beide Kategorien werden rechtlich getrennt behandelt.

#Was bedeutet erlaubnisfähig?

Eine erlaubnisfähige Glücksspielart darf grundsätzlich Gegenstand einer staatlichen Erlaubnis sein. Das bedeutet nicht, dass jeder Anbieter dieser Glücksspielart automatisch erlaubt ist.

#Warum steht ein Anbieter mehrfach in der Whitelist?

Ein Betreiber kann Erlaubnisse für mehrere Glücksspielarten besitzen. Jeder Eintrag sollte im Zusammenhang mit der jeweiligen Glücksspielart und Domain betrachtet werden.

#Reicht eine ausländische Glücksspiellizenz für Deutschland?

Nein, sie belegt für sich allein keine deutsche Erlaubnis. Für ein erlaubnispflichtiges Angebot auf dem deutschen Markt ist die erforderliche Erlaubnis nach deutschem Recht entscheidend.

Die rechtliche Einordnung basiert auf dem Glücksspielstaatsvertrag und den aktuellen Informationen der zuständigen deutschen Behörden. Die Whitelist kann sich durch neue Erlaubnisse und Änderungen laufend verändern.