Legale Online Casinos in Deutschland: Was ist wirklich erlaubt?
Auf dieser Seite
- Was bedeutet Online Casino rechtlich?
- Welche Spiele gehören zu Online-Casinospielen?
- Online Casino und virtuelle Automatenspiele sind nicht dasselbe
- Wer erteilt die Erlaubnis für Online-Casinospiele?
- Wie funktionieren die Landesmodelle nach § 22c GlüStV 2021?
- Was bedeutet das Vertriebsgebiet?
- Welche Online Casinos sind aktuell erlaubt?
- So funktioniert die Prüfung über die amtliche Whitelist
- Warum wird der Begriff Online Casino so oft falsch verwendet?
- Suchmaschinen, Affiliate-Seiten und illegale Angebote
- Online-Casinospiele, virtuelle Automatenspiele und Online-Poker im Vergleich
- Spielerschutz bei erlaubten Online-Casinospielen
- So prüfen Sie ein Online Casino in Deutschland
- Häufige Irrtümer über legale Online Casinos
- FAQ
- Sind Online Casinos in Deutschland legal?
- Was ist ein Online Casino im deutschen Glücksspielrecht?
- Wie viele legale Online Casinos gibt es aktuell?
- Vergibt die GGL Online-Casino-Lizenzen?
- Sind Online Slots Online-Casinospiele?
- Kann ein Online Casino nur in Schleswig-Holstein legal sein?
- Wo kann ich prüfen, ob ein Online Casino legal ist?
- Reicht eine ausländische Casino-Lizenz für Deutschland?
- Ist eine .de-Domain automatisch ein Zeichen für ein legales Casino?
- Offizielle Quellen und weiterführende Links

Wer nach legalen Online Casinos in Deutschland sucht, stößt schnell auf widersprüchliche Angaben. Der Begriff Online Casino Deutschland wird im Internet oft viel weiter verwendet als im Glücksspielrecht. Rechtlich gehören vor allem virtuelle Bankhalterspiele wie Roulette, Blackjack und Baccara zu den Online-Casinospielen. Online Slots bilden dagegen eine eigene Glücksspielart.
Diese Unterscheidung ist der zentrale Punkt für die rechtliche Einordnung. Auch die Zuständigkeit der Behörden und das mögliche Vertriebsgebiet hängen von der Glücksspielart ab. Die Anforderungen entsprechen damit dem Schwerpunkt des vorgegebenen Briefings.
#Was bedeutet Online Casino rechtlich?
Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 definiert Online-Casinospiele in § 3 Abs. 1a. Gemeint sind virtuelle Nachbildungen von Bankhalterspielen sowie bestimmte Live-Übertragungen terrestrisch durchgeführter Bankhalterspiele.
Bei einem Bankhalterspiel spielen die Teilnehmer gegen einen Bankhalter. Typische Beispiele sind Roulette, Baccara und Blackjack. Die GGL verwendet diese Spiele ebenfalls als Beispiele für Online-Casinospiele.
Damit bezeichnet „Online Casino“ im deutschen Glücksspielrecht nicht automatisch jede Webseite, auf der um Geld gespielt werden kann.
Eine Seite mit ausschließlich virtuellen Automatenspielen ist rechtlich kein Angebot von Online-Casinospielen. Dasselbe gilt für Online-Poker, das ebenfalls eine eigene Kategorie bildet.
#Welche Spiele gehören zu Online-Casinospielen?

Besonders leicht lässt sich die Kategorie anhand klassischer Bankhalterspiele erklären. Dazu gehören beispielsweise:
- Roulette
- Blackjack
- Baccara
- entsprechende virtuelle Nachbildungen solcher Bankhalterspiele
- bestimmte Live-Übertragungen terrestrisch durchgeführter Bankhalterspiele
Die Beispiele sind nicht mit einer allgemeinen Freigabe jedes Roulette- oder Blackjack-Angebots gleichzusetzen. Entscheidend bleiben Betreiber, konkrete Erlaubnis, Webseite und Vertriebsgebiet.
Auch die Bezeichnung „Live Casino“ sagt deshalb allein nichts über die Legalität aus.
#Online Casino und virtuelle Automatenspiele sind nicht dasselbe

Viele Webseiten verwenden „Online Casino“ als Sammelbegriff für Slots, Tischspiele und weitere Glücksspiele. Der Glücksspielstaatsvertrag trennt diese Angebote dagegen ausdrücklich.
Virtuelle Automatenspiele sind nach § 3 Abs. 1a GlüStV 2021 im Internet angebotene Nachbildungen terrestrischer Automatenspiele. Ihre besonderen Vorschriften stehen in § 22a GlüStV 2021.
Online-Casinospiele bilden dagegen die Kategorie der virtuellen und bestimmten live übertragenen Bankhalterspiele. Für sie ist insbesondere § 22c GlüStV 2021 relevant.
Das hat praktische Folgen. Die GGL erteilt Erlaubnisse für virtuelle Automatenspiele und Online-Poker. Für Online-Casinospiele nach § 22c liegt diese Aufgabe dagegen bei den Ländern.
Auch spezielle Automatenregeln dürfen nicht einfach auf Roulette oder Blackjack übertragen werden. Das bekannte Einsatzlimit für virtuelle Automatenspiele ist beispielsweise eine Regel des § 22a.
#Wer erteilt die Erlaubnis für Online-Casinospiele?

Für Online-Casinospiele gibt es keine allgemeine GGL-Lizenz, die einem privaten Betreiber automatisch den Zugang zum gesamten deutschen Markt eröffnet.
Die GGL ist unter anderem für virtuelle Automatenspiele und Online-Poker zuständig. Online-Casinospiele fallen dagegen in die Zuständigkeit der Glücksspielaufsichtsbehörden der Länder.
Wer von einer „bundesweiten Online Casino Lizenz der GGL“ spricht, vermischt daher unterschiedliche Erlaubnismodelle.
Für Spieler ist dieser Unterschied wichtig. Ein erlaubter Anbieter von virtuellen Automatenspielen kann bundesweit über eine entsprechende GGL-Erlaubnis verfügen. Eine Erlaubnis für Online-Casinospiele kann dagegen auf das Gebiet eines bestimmten Landes beschränkt sein.
#Wie funktionieren die Landesmodelle nach § 22c GlüStV 2021?
§ 22c GlüStV 2021 überlässt den Ländern die konkrete Organisation von Online-Casinospielen innerhalb ihres Hoheitsgebiets.
Ein Land kann solche Spiele auf gesetzlicher Grundlage selbst oder über eine entsprechend staatlich kontrollierte Struktur veranstalten. Alternativ kann es eine begrenzte Zahl von Konzessionen vergeben.
Bei einem Konzessionsmodell ist die Zahl nicht frei wählbar. Die Obergrenze knüpft an die Zahl der Spielbankkonzessionen an, die nach dem jeweiligen Landesrecht zum Stichtag 17. Januar 2020 vergeben werden konnten.
Länder können unter den gesetzlichen Voraussetzungen außerdem miteinander kooperieren. Die Einzelheiten werden durch Landesrecht geregelt.
Aktuell zeigen Bayern und Schleswig-Holstein zwei unterschiedliche Modelle. Bayern setzt auf ein staatliches Angebot. Schleswig-Holstein hat Konzessionen an private Unternehmen vergeben.
#Was bedeutet das Vertriebsgebiet?
Das Vertriebsgebiet gehört zu den wichtigsten Angaben in der amtlichen Whitelist.
Eine Erlaubnis für Online-Casinospiele bedeutet nicht automatisch, dass das betreffende Angebot in allen 16 Bundesländern genutzt werden darf. Die Whitelist nennt deshalb das jeweilige Vertriebsgebiet.
Steht dort beispielsweise „Schleswig-Holstein“, bezieht sich die Erlaubnis auf dieses Bundesland. Ein solches Angebot sollte nicht als bundesweit erlaubtes Online Casino beschrieben werden.
Dasselbe Prinzip gilt für das staatliche bayerische Angebot. Die aktuelle Whitelist nennt dafür Bayern als Vertriebsgebiet.
Deshalb reicht die Frage „Steht der Anbieter auf der Whitelist?“ noch nicht aus. Ebenso wichtig ist: Für welche Glücksspielart, welche Webseite und welches Vertriebsgebiet gilt der Eintrag?
#Welche Online Casinos sind aktuell erlaubt?

Die amtliche Whitelist wurde zuletzt am 7. September 2026 aktualisiert. Bei der aktuellen Prüfung finden sich fünf Veranstalter mit Einträgen für Online-Casinospiele. Ihre Vertriebsgebiete liegen in Bayern oder Schleswig-Holstein.
Stand der folgenden Übersicht ist der 13. September 2026.
| Anbieter | Webseite für Online-Casinospiele | Vertriebsgebiet | Zuständigkeit |
| Merkur Bets Malta Limited | merkur-spiel.de | Schleswig-Holstein | Glücksspielaufsichtsbehörde des Landes |
| NOVOLINE.DE GmbH | casino.novoline.de | Schleswig-Holstein | Glücksspielaufsichtsbehörde des Landes |
| Skill On Net Limited | drueckglueck.de/casino | Schleswig-Holstein | Glücksspielaufsichtsbehörde des Landes |
| Tipico Karlsruhe Limited | sh-games.tipico.de, sh-goldrummel.de, casino.tipico.de, casino.goldrummel.de | Schleswig-Holstein | Glücksspielaufsichtsbehörde des Landes |
| Staatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung | spielbanken-bayern-online.de | Bayern | Glücksspielaufsichtsbehörde des Landes |
Die Angaben stammen unmittelbar aus der aktuellen Whitelist. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewertung der Anbieter dar.
Besonders aufschlussreich ist der Vergleich einzelner Betreiber. NOVOLINE.DE GmbH führt beispielsweise casino.novoline.de für Online-Casinospiele in Schleswig-Holstein. Für virtuelle Automatenspiele nennt die Whitelist dagegen novoline.de mit länderübergreifendem Vertriebsgebiet.
Damit zeigt sich, warum der Firmenname allein nicht genügt.
#So funktioniert die Prüfung über die amtliche Whitelist

Die GGL veröffentlicht nach § 9 Abs. 8 GlüStV 2021 die gemeinsame amtliche Whitelist. Sie umfasst auch Angebote, deren Aufsicht nicht bei der GGL selbst liegt.
Für Online-Casinospiele sollte die Prüfung in mehreren Schritten erfolgen:
- Die amtliche Whitelist der GGL öffnen.
- „Online-Casinospiele“ als Glücksspielart auswählen.
- Den Namen des Betreibers kontrollieren.
- Die konkrete Internetseite mit dem Eintrag vergleichen.
- Das angegebene Vertriebsgebiet prüfen.
- Die zuständige Glücksspielaufsichtsbehörde kontrollieren.
- Erst danach das konkrete Angebot rechtlich einordnen.
Die Whitelist wird anlassbezogen und mindestens monatlich aktualisiert. Deshalb ist sie für eine aktuelle Prüfung geeigneter als ältere Anbieterlisten.
Auch eine .de-Domain ist ein nützlicher Kontrollpunkt. § 6e GlüStV 2021 verlangt für erlaubtes Online-Glücksspiel eine Internetdomain mit der Endung .de. Eine .de-Adresse allein beweist jedoch keine Erlaubnis.
#Warum wird der Begriff Online Casino so oft falsch verwendet?
Im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnet „Online Casino“ häufig nahezu jede Glücksspielplattform. Juristisch funktioniert diese Sammelbezeichnung nicht.
Besonders bei virtuellen Automatenspielen ist die Abgrenzung ausdrücklich geregelt. § 22a Abs. 11 GlüStV 2021 untersagt im Zusammenhang mit deren Veranstaltung, Eigenvertrieb oder Werbung die Verwendung der Begriffe „Casino“ oder „Casinospiele“.
Ein Verstoß gegen diese Vorschrift ist nach § 28a Abs. 1 Nr. 53 GlüStV 2021 als Ordnungswidrigkeit erfasst.
Das bedeutet nicht, dass das Wort „Casino“ im gesamten Internet verboten wäre. Entscheidend ist der konkrete glücksspielrechtliche Zusammenhang.
#Suchmaschinen, Affiliate-Seiten und illegale Angebote
Eine hohe Position bei Google ist kein Nachweis für eine deutsche Glücksspielerlaubnis. Dasselbe gilt für Vergleichsportale, Rankings und Werbeanzeigen.
Die GGL weist darauf hin, dass unerlaubte Anbieter und Seiten, die auf solche Angebote verweisen, Suchbegriffe rund um „Online Casino“ verwenden. Dazu gehören stark nachgefragte Kombinationen wie „Online Casino Deutschland“.
Das bedeutet umgekehrt nicht, dass jede Affiliate-Seite illegal ist. Entscheidend ist unter anderem, ob unerlaubtes Glücksspiel beworben oder verlinkt wird und welche Aussagen zur Legalität gemacht werden.
Nach § 5 Abs. 7 GlüStV 2021 ist Werbung für unerlaubtes Glücksspiel verboten. Für den tatsächlichen Erlaubnisstatus sollte deshalb nicht das Ranking einer Webseite, sondern die amtliche Whitelist maßgeblich sein.
#Online-Casinospiele, virtuelle Automatenspiele und Online-Poker im Vergleich
Alle drei Kategorien können online angeboten werden. Rechtlich unterscheiden sie sich jedoch deutlich.
| Merkmal | Online-Casinospiele | Virtuelle Automatenspiele | Online-Poker |
| Typische Spiele | Roulette, Blackjack, Baccara | Online Slots | Poker gegen andere Spieler |
| Rechtsgrundlage | § 22c GlüStV 2021 | § 22a GlüStV 2021 | § 22b GlüStV 2021 |
| Zuständige Behörde | Glücksspielaufsicht des Landes | GGL | GGL |
| Vertriebsgebiet | nach Landeserlaubnis | grundsätzlich länderübergreifend bei entsprechender Erlaubnis | grundsätzlich länderübergreifend bei entsprechender Erlaubnis |
| Whitelist-Prüfung | Glücksspielart, Domain und Vertriebsgebiet prüfen | Glücksspielart und Domain prüfen | Glücksspielart und Domain prüfen |
| Zentrale Besonderheit | Landesmodell | digitale Automatenspiele mit speziellen Spielregeln | Spieler spielen ohne Bankhalter gegeneinander |
Die gesetzliche Definition trennt diese Kategorien bereits in § 3 Abs. 1a GlüStV 2021. Die unterschiedlichen Zuständigkeiten bestätigt auch die GGL.
Ein legales Online-Glücksspielangebot ist daher nicht automatisch ein legales Online-Casino-Angebot.
#Spielerschutz bei erlaubten Online-Casinospielen
Auch erlaubte Online-Casinospiele unterliegen den anwendbaren Schutzvorschriften des Glücksspielstaatsvertrags.
Dazu gehören unter anderem Anforderungen an Spielkonten, Identifizierung und den Ausschluss gesperrter Spieler. Für Online-Glücksspiele gelten außerdem Vorgaben zum anbieterübergreifenden Einzahlungslimit. § 6c bezieht Online-Casinospiele ausdrücklich ein.
LUGAS und OASIS erfüllen dabei unterschiedliche Funktionen. OASIS ist das bundesweite, spielformübergreifende Spielersperrsystem. Gesperrte Personen dürfen an den erfassten öffentlichen Glücksspielen nicht teilnehmen.
Die speziellen Regeln für virtuelle Automatenspiele dürfen jedoch nicht auf Online-Casinospiele übertragen werden. Das grundsätzlich geltende Einsatzlimit pro virtuellem Automatenspiel ist beispielsweise keine allgemeine Roulette-Regel.
#So prüfen Sie ein Online Casino in Deutschland
Eine zuverlässige Legalitätsprüfung benötigt weder Casino-Ratings noch Bonusvergleiche.
Prüfen Sie zuerst die konkrete Domain in der amtlichen Whitelist. Kontrollieren Sie anschließend, ob dort ausdrücklich „Online-Casinospiele“ steht.
Achten Sie danach auf das Vertriebsgebiet. Ein Eintrag für Schleswig-Holstein bedeutet nicht automatisch eine Erlaubnis für Bayern, Nordrhein-Westfalen oder andere Länder.
Kontrollieren Sie außerdem die zuständige Landesbehörde. Die Startseite eines erlaubten Angebots muss auf die staatliche Erlaubnis und die zuständige Glücksspielaufsicht hinweisen.
Eine ausländische Lizenz ersetzt diese Prüfung nicht. Eine Lizenz aus Malta oder einer anderen ausländischen Jurisdiktion allein berechtigt nicht zum Angebot erlaubnispflichtiger Glücksspiele in Deutschland. Entscheidend ist die erforderliche deutsche Erlaubnis.
#Häufige Irrtümer über legale Online Casinos
„Online Casino ist jede Glücksspielseite im Internet.“ Das ist rechtlich falsch. Online-Casinospiele sind eine eigene Glücksspielart.
„Online Slots sind Online-Casinospiele.“ Ebenfalls falsch. Slots fallen grundsätzlich unter virtuelle Automatenspiele.
„Die GGL vergibt Online-Casino-Lizenzen.“ Für Online-Casinospiele nach § 22c stimmt das nicht. Zuständig sind die Länder.
„Eine deutsche Online-Casino-Erlaubnis gilt immer bundesweit.“ Nein. Bei Online-Casinospielen muss das konkrete Vertriebsgebiet geprüft werden.
„Es gibt immer genau fünf legale Online Casinos.“ Die Zahl kann sich ändern. Am 7. September 2026 weist die aktuelle Whitelist fünf Veranstalter mit Online-Casinospiel-Einträgen aus.
„Wenn ein Unternehmen auf der Whitelist steht, sind alle Webseiten erlaubt.“ Nein. Ein Unternehmen kann verschiedene Domains und Erlaubnisse für unterschiedliche Glücksspielarten besitzen.
„Roulette und Slots sind dieselbe Glücksspielart.“ Nein. Roulette kann als Bankhalterspiel zu Online-Casinospielen gehören. Slots werden als virtuelle Automatenspiele eingeordnet.
„Eine Malta-Lizenz reicht für Deutschland.“ Nein. Für ein erlaubnispflichtiges Angebot auf dem deutschen Markt ist die entsprechende deutsche Erlaubnis erforderlich.
„Das erste Google-Ergebnis ist wahrscheinlich legal.“ Eine Position in einer Suchmaschine sagt nichts über den Erlaubnisstatus aus. Dafür gibt es die amtliche Whitelist.
#FAQ
#Sind Online Casinos in Deutschland legal?
Online-Casinospiele können in Deutschland erlaubt werden. Die Länder entscheiden im Rahmen des § 22c GlüStV 2021 über das jeweilige Modell. Eine Erlaubnis kann regional begrenzt sein.
#Was ist ein Online Casino im deutschen Glücksspielrecht?
Gemeint sind virtuelle Nachbildungen von Bankhalterspielen und bestimmte Live-Übertragungen terrestrischer Bankhalterspiele. Typische Beispiele sind Roulette, Blackjack und Baccara.
#Wie viele legale Online Casinos gibt es aktuell?
Die Whitelist mit Stand 7. September 2026 enthält fünf Veranstalter mit Erlaubnissen beziehungsweise Konzessionen für Online-Casinospiele. Vier haben das Vertriebsgebiet Schleswig-Holstein. Das staatliche bayerische Angebot ist für Bayern eingetragen.
#Vergibt die GGL Online-Casino-Lizenzen?
Nicht für Online-Casinospiele nach § 22c GlüStV 2021. Hier liegen Erlaubnis und Aufsicht bei den zuständigen Ländern. Die GGL ist dagegen unter anderem für virtuelle Automatenspiele und Online-Poker zuständig.
#Sind Online Slots Online-Casinospiele?
Nein. Online Slots gehören grundsätzlich zur Kategorie der virtuellen Automatenspiele. Für diese gelten die Definition des § 3 Abs. 1a und die besonderen Vorschriften des § 22a GlüStV 2021.
#Kann ein Online Casino nur in Schleswig-Holstein legal sein?
Ja. Eine Erlaubnis für Online-Casinospiele kann ein bestimmtes Vertriebsgebiet haben. Die aktuelle Whitelist enthält mehrere Angebote, deren Vertriebsgebiet ausschließlich Schleswig-Holstein ist.
#Wo kann ich prüfen, ob ein Online Casino legal ist?
Die zentrale Quelle ist die amtliche Whitelist der GGL. Prüfen Sie Glücksspielart, Betreiber, konkrete Domain, Vertriebsgebiet und zuständige Behörde.
#Reicht eine ausländische Casino-Lizenz für Deutschland?
Nein. Eine ausländische Lizenz allein ersetzt die erforderliche deutsche Erlaubnis nicht. Für den deutschen Markt ist der entsprechende Erlaubnisstatus bei einer deutschen Behörde entscheidend.
#Ist eine .de-Domain automatisch ein Zeichen für ein legales Casino?
Nein. Erlaubtes Online-Glücksspiel muss zwar grundsätzlich unter einer .de-Domain angeboten werden. Die Domainendung allein beweist jedoch keine Erlaubnis. Der konkrete Eintrag in der Whitelist bleibt entscheidend.
#Offizielle Quellen und weiterführende Links
Die wichtigsten Grundlagen für eine aktuelle Prüfung sind die GGL, der Glücksspielstaatsvertrag und die zuständigen Landesbehörden.
- GGL FAQ zu legalen Online Casinos
- Amtliche Whitelist der GGL
- Glücksspielstaatsvertrag 2021
- GGL FAQ zu Glücksspielarten
- GGL Übersicht erlaubnisfähiger Glücksspielangebote
- Online Casino Informationen Schleswig-Holstein
- Bayerisches Staatsministerium zum Glücksspiel
- OASIS Spielersperrsystem beim Regierungspräsidium Darmstadt