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Illegales Glücksspiel erkennen: So prüfen Sie Anbieter in Deutschland

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Illegales Glücksspiel erkennen: So prüfen Sie Anbieter in Deutschland

Wer ein illegales Online Casino erkennen oder ein legales Online Casino prüfen möchte, sollte sich nicht auf Werbung oder Bekanntheit verlassen. Entscheidend sind die deutsche Erlaubnis und der Eintrag in der amtlichen Whitelist. Auch die konkrete Glücksspielart und die verwendete Domain müssen zur Erlaubnis passen. Eine ausländische Lizenz oder ein laufender Lizenzantrag reichen dafür nicht aus.

#Der schnellste Check führt über die amtliche Whitelist

Illegales Glücksspiel erkennen: So prüfen Sie Anbieter in Deutschland

Die amtliche Whitelist ist der wichtigste Ausgangspunkt für die Prüfung. Sie wird von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, kurz GGL, veröffentlicht.

Nach § 9 Abs. 8 GlüStV 2021 enthält sie Veranstalter und Vermittler mit einer Erlaubnis oder Konzession nach dem Glücksspielstaatsvertrag. Die GGL bezeichnet den Blick in diese Liste als sichersten Weg zur Prüfung eines Online-Angebots.

Die Liste wird anlassbezogen und mindestens einmal monatlich aktualisiert. Der aktuell veröffentlichte Stand ist vom 7. September 2026.

In der Whitelist können je nach Eintrag unter anderem folgende Informationen erscheinen:

  • Name des Veranstalters oder Vermittlers;
  • Glücksspielart;
  • Adresse des Unternehmens;
  • Vertriebsweg;
  • Vertriebsgebiet;
  • zuständige Glücksspielaufsicht;
  • zugelassene Internetseiten;
  • erstmaliges Erlaubnisdatum;
  • Folgeerlaubnisdatum.

Nicht jedes Feld erscheint bei jedem Anbieter. Die Angaben hängen unter anderem von der Glücksspielart und der jeweiligen Erlaubnis ab.

Wichtig ist außerdem die Spalte zur Zuständigkeit. Die Whitelist enthält nicht nur Angebote, die unmittelbar von der GGL beaufsichtigt werden.

Dort finden sich auch Angebote unter Aufsicht anderer deutscher Glücksspielaufsichtsbehörden. Dazu gehören beispielsweise bestimmte Lotterien und Casinospiele in Spielbanken.

Quelle: Amtliche Whitelist der GGL

#Glücksspielanbieter prüfen: Schritt für Schritt

Ein Markenname in der Whitelist allein reicht für eine vollständige Prüfung nicht aus. Spieler sollten mehrere Angaben miteinander vergleichen.

So funktioniert der Check:

  1. Suchen Sie den Namen des Anbieters oder Unternehmens in der amtlichen Whitelist.
  2. Prüfen Sie, welche Gesellschaft tatsächlich hinter der Webseite steht.
  3. Kontrollieren Sie die in der Liste angegebene Glücksspielart.
  4. Vergleichen Sie die konkrete Internetseite mit den aufgeführten Domains.
  5. Prüfen Sie die angegebene zuständige Glücksspielaufsichtsbehörde.
  6. Vergleichen Sie diese Daten mit den Erlaubnisinformationen auf der Webseite.
  7. Zahlen Sie bei ungeklärten Abweichungen zunächst kein Geld ein.

Bewertungen, Suchmaschinenpositionen oder Werbung sind bei dieser Prüfung kein Ersatz für amtliche Angaben. Auch die Größe eines Bonus sagt nichts über den rechtlichen Status aus.

Die entscheidende Frage lautet immer: Deckt eine gültige deutsche Erlaubnis genau das Angebot ab, das genutzt werden soll?

#Nicht nur den Anbieter, sondern auch die Glücksspielart prüfen

Illegales Glücksspiel erkennen: So prüfen Sie Anbieter in Deutschland

Ein Eintrag in der Whitelist bedeutet nicht automatisch, dass jedes Produkt eines Unternehmens in Deutschland erlaubt ist.

Die Erlaubnis ist an bestimmte Glücksspielarten gebunden. Ein Anbieter kann beispielsweise eine Erlaubnis für Sportwetten besitzen.

Daraus folgt nicht automatisch eine Erlaubnis für:

  • virtuelle Automatenspiele;
  • Online-Poker;
  • andere erlaubnispflichtige Glücksspielangebote.

Die Whitelist ordnet deshalb den Unternehmen konkrete Glücksspielarten zu. Bei Online-Poker und virtuellen Automatenspielen veröffentlicht die GGL dort ebenfalls die Anbieter mit erteilter Erlaubnis.

Wer Sportwetten nutzen möchte, muss folglich den Eintrag für Sportwetten prüfen. Wer virtuelle Automatenspiele nutzen möchte, kontrolliert die entsprechende Glücksspielart.

Quelle: GGL Informationen zu Online-Poker und virtuellen Automatenspielen

#Den exakten Domainnamen vergleichen

Ebenso wichtig ist die konkrete Internetadresse.

Die Whitelist nennt bei Online-Angeboten die zugelassenen Internetseiten. Spieler sollten deshalb nicht nur nach dem Namen einer bekannten Marke suchen.

Entscheidend ist die genaue Domain.

Ein Beispiel: In der Whitelist steht hypothetisch anbieter.de. Eine Adresse wie anbieter-spielen.de ist damit nicht automatisch erfasst.

Auch ähnliche Schreibweisen oder zusätzliche Wörter beweisen keine Verbindung zum erlaubten Angebot.

Die Volltextsuche der Whitelist kann genutzt werden, um einzelne Internetseiten gezielt zu suchen.

#Muss ein legales Online Casino eine .de Domain haben?

Illegales Glücksspiel erkennen: So prüfen Sie Anbieter in Deutschland

Für erlaubte öffentliche Glücksspiele im Internet gilt eine klare Vorgabe.

§ 6e Abs. 3 GlüStV 2021 schreibt eine Internetdomain mit der länderspezifischen Top-Level-Domain .de vor.

Die GGL bestätigt diese Regel ausdrücklich. Angebote für den deutschen Markt ohne .de-Endung werden von der Behörde als unerlaubte Glücksspielangebote eingeordnet.

Eine .com-, .net- oder andere ausländische Domain ist daher ein entscheidendes Warnsignal.

Die umgekehrte Schlussfolgerung funktioniert jedoch nicht.

Eine .de-Domain beweist allein keine gültige Erlaubnis. Auch bei einer solchen Webseite muss der Anbieter über die amtliche Whitelist geprüft werden.

Die praktische Regel lautet daher:

Keine .de-Domain: Nach der aktuellen Position der GGL handelt es sich beim entsprechenden Online-Glücksspielangebot für Deutschland um ein unerlaubtes Angebot.

Eine .de-Domain: Weitere Prüfung über die amtliche Whitelist ist notwendig.

Die Whitelist bleibt damit das zentrale Kontrollinstrument.

Quelle: § 6e GlüStV 2021

#Staatliche Erlaubnis auf der Startseite prüfen

Legale Online-Glücksspielanbieter müssen ihre Erlaubnis nicht verstecken.

Nach § 6e Abs. 3 GlüStV 2021 muss auf der Startseite gut sichtbar erkennbar sein, dass der Erlaubnisinhaber eine entsprechende Erlaubnis besitzt. Dort muss auch auf die Aufsicht durch die zuständige Glücksspielaufsichtsbehörde hingewiesen werden.

Außerdem muss ein direkter Aufruf der Internetdomain dieser Behörde vorgesehen sein.

Diese Angaben sind ein sinnvoller zweiter Kontrollpunkt. Sie ersetzen die Whitelist jedoch nicht.

Eine Aussage auf der eigenen Webseite ist zunächst eine Selbstauskunft des Unternehmens. Der amtliche Eintrag sollte deshalb zusätzlich kontrolliert werden.

Quelle: Glücksspielstaatsvertrag 2021

#Was bedeutet das GGL Prüf- und Erlaubnissiegel?

Illegales Glücksspiel erkennen: So prüfen Sie Anbieter in Deutschland

Die GGL stellt von ihr erlaubten und beaufsichtigten Anbietern ein Prüf- und Erlaubnissiegel zur Verfügung. Es soll Verbrauchern helfen, legale Angebote leichter zu erkennen.

Das Siegel wird seit Juli 2023 angeboten. Es ergänzt die schriftliche Information über die Erlaubnis.

Ein sichtbares Siegel ist deshalb ein zusätzlicher Orientierungspunkt. Es sollte aber nicht isoliert betrachtet werden.

Die GGL selbst bezeichnet die amtliche Whitelist als sichersten Weg zur Überprüfung.

Außerdem stehen nicht alle Angebote der gemeinsamen Whitelist unmittelbar unter der Aufsicht der GGL. Andere deutsche Glücksspielaufsichtsbehörden können ebenfalls zuständig sein.

Deshalb darf das GGL-Siegel nicht zum einzigen Prüfkriterium werden.

Quelle: GGL Prüf- und Erlaubnissiegel

#Muss der Glücksspielanbieter in Deutschland sitzen?

Nein. Der Unternehmenssitz entscheidet nicht darüber, ob das Angebot für Spieler in Deutschland erlaubt ist.

Die GGL stellt dies in ihren Verbraucherinformationen ausdrücklich klar.

Ein Unternehmen kann beispielsweise seinen Sitz in Malta haben und trotzdem eine deutsche Erlaubnis für ein bestimmtes Glücksspielangebot besitzen.

Auch die aktuelle Whitelist enthält Unternehmen mit ausländischen Geschäftsanschriften und deutschen Erlaubnissen.

Entscheidend sind daher nicht Sitz und Herkunft des Unternehmens. Maßgeblich sind die notwendige deutsche Erlaubnis und das konkrete zugelassene Angebot.

#Reicht eine Malta Lizenz oder andere ausländische Lizenz?

Illegales Glücksspiel erkennen: So prüfen Sie Anbieter in Deutschland

Eine ausländische Glücksspiellizenz ersetzt keine Erlaubnis für den deutschen Markt.

Das bedeutet nicht automatisch, dass eine solche Lizenz wertlos oder das Unternehmen grundsätzlich illegal ist. Sie kann für die Tätigkeit in einer anderen Rechtsordnung relevant sein.

Für die Legalität eines Glücksspielangebots in Deutschland ist jedoch die deutsche Erlaubnis entscheidend.

Das gilt beispielsweise für eine Lizenz aus Malta oder einer anderen ausländischen Jurisdiktion.

Eine Werbeaussage wie „EU-lizenziert“ beantwortet daher nicht die entscheidende Frage.

Spieler sollten stattdessen prüfen, ob das konkrete Angebot in der amtlichen deutschen Whitelist erscheint.

#„Deutsche Lizenz beantragt“ reicht nicht aus

Manche Anbieter weisen darauf hin, dass eine deutsche Erlaubnis beantragt wurde oder ein Lizenzverfahren läuft.

Für Spieler ändert ein laufendes Verfahren den rechtlichen Status des Angebots nicht.

Die GGL stellt klar: Ein Angebot bleibt unerlaubt, bis der Antrag geprüft und genehmigt wurde und der Anbieter in die Whitelist aufgenommen ist.

Die Aussage „Lizenz beantragt“ ist daher keine Alternative zu einer erteilten Erlaubnis.

Auch die Behörden können Verbrauchern nicht einfach mitteilen, ob ein bestimmtes Unternehmen einen Antrag gestellt hat. Nach Angaben der GGL dürfen sie diese Informationen aus Datenschutzgründen nicht herausgeben.

Verbraucher können beim Anbieter selbst nachfragen. Dessen Antwort ersetzt jedoch ebenfalls keine erteilte Erlaubnis.

Quelle: FAQ der GGL zum Erkennen illegaler Glücksspielangebote

#Welche Merkmale sind bei der Prüfung entscheidend?

Mehrere Hinweise können auf einer Webseite gleichzeitig auftreten. Ihre Aussagekraft ist jedoch unterschiedlich.

Die folgende Übersicht trennt amtlich überprüfbare Kriterien von Informationen, die allein nicht ausreichen.

MerkmalWas bedeutet es?Reicht zur Prüfung?
Eintrag in der WhitelistAnbieter verfügt für die dort genannte Glücksspielart über eine Erlaubnis oder KonzessionZentral, weitere Angaben des Eintrags beachten
Exakte Domain in der WhitelistDie konkrete Internetseite ist dem erlaubten Angebot zugeordnetSehr wichtig
.de DomainGesetzliche Vorgabe für erlaubte Online-GlücksspielangeboteNein, Whitelist trotzdem prüfen
Hinweis auf staatliche ErlaubnisVorgeschriebene Information auf der StartseiteNein, mit Whitelist abgleichen
GGL Prüf- und ErlaubnissiegelZusätzlicher Hinweis bei von der GGL erlaubten und beaufsichtigten AnbieternNein
Ausländische LizenzKann für eine andere Rechtsordnung relevant seinNein
Lizenzantrag angeblich gestelltAntrag ist noch keine erteilte ErlaubnisNein

Die Whitelist ist entscheidend. Dabei müssen insbesondere Glücksspielart und Internetseite zum tatsächlich genutzten Angebot passen.

#Beispiel: So lässt sich eine Casino-Webseite prüfen

Ein Spieler sieht eine Werbung für das fiktive „Casino XYZ“.

Auf der Webseite steht „EU lizenziert“. Die Internetadresse endet auf .com.

Bereits die Domain ist problematisch. Nach § 6e Abs. 3 GlüStV 2021 müssen erlaubte öffentliche Online-Glücksspiele unter einer .de-Domain angeboten werden.

Die GGL ordnet Online-Glücksspielangebote für Deutschland ohne diese Endung als unerlaubt ein.

Zusätzlich findet der Spieler den Anbieter nicht in der amtlichen Whitelist.

Die Werbeaussage über eine EU-Lizenz ändert daran nichts. Sie belegt keine deutsche Erlaubnis.

Der Spieler sollte daher kein Geld einzahlen und das Angebot nicht nutzen.

#Häufige Irrtümer bei der Prüfung

Nein. .de ist eine notwendige Voraussetzung für erlaubtes Online-Glücksspiel, aber kein eigenständiger Lizenznachweis.

Entscheidend bleibt der Abgleich mit der amtlichen Whitelist.

#„Der Anbieter hat eine Malta Lizenz und darf deshalb in Deutschland arbeiten.“

Nicht allein aufgrund dieser Lizenz.

Eine ausländische Lizenz kann für andere Märkte relevant sein. Für das Glücksspielangebot in Deutschland muss die erforderliche deutsche Erlaubnis vorliegen.

#„Die deutsche Lizenz wurde beantragt, also darf der Anbieter schon starten.“

Nein. Ein Antrag ist keine Erlaubnis.

Das Angebot bleibt laut GGL unerlaubt, bis die Genehmigung erteilt und der Anbieter in die Whitelist aufgenommen wurde.

#„Ich kenne die Marke aus der Werbung, also wurde sie geprüft.“

Bekanntheit ist kein Nachweis einer Erlaubnis.

Das gilt ebenso für Sponsoring, Social-Media-Werbung, Suchmaschinenanzeigen und hohe Sichtbarkeit einer Marke.

#„Ein Unternehmen mit Sitz in Malta ist in Deutschland illegal.“

Nein. Ein ausländischer Firmensitz ist kein Beweis für Illegalität.

Auch Unternehmen mit Sitz außerhalb Deutschlands können eine deutsche Glücksspielerlaubnis besitzen.

Das ist ebenfalls falsch.

Es muss geprüft werden, für welche Glücksspielart die Erlaubnis gilt. Eine Erlaubnis für Sportwetten bestätigt beispielsweise nicht automatisch eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele.

#„Das GGL-Siegel ist der einzige Beweis für eine Erlaubnis.“

Nein. Das Siegel ist ein zusätzliches Hilfsmittel.

Die amtliche Whitelist bleibt der sicherste Kontrollweg. Außerdem enthält sie Angebote, für die andere deutsche Glücksspielaufsichtsbehörden zuständig sind.

#„Ein großer Bonus bedeutet, dass das Casino illegal ist.“

Nicht automatisch.

Die Höhe eines Bonus ist für sich genommen kein verlässlicher Nachweis des rechtlichen Status. Entscheidend sind die deutsche Erlaubnis und die amtliche Whitelist.

#Warum Google, Bewertungen und Werbung nicht ausreichen

Eine Suchmaschine kann helfen, die Webseite eines Anbieters zu finden. Sie bestätigt aber keine Glücksspielerlaubnis.

Das Gleiche gilt für:

  • Google-Anzeigen;
  • Social-Media-Werbung;
  • Affiliate-Rankings;
  • positive Bewertungen;
  • Sponsoring;
  • Bekanntheit einer Marke.

Solche Informationen können bei der Navigation helfen. Sie ersetzen keine Prüfung bei der zuständigen Behörde.

Für den rechtlichen Status sollte deshalb die amtliche Whitelist genutzt werden.

#Was tun bei Verdacht auf illegales Glücksspiel?

Bei Zweifeln sollte zunächst die Whitelist kontrolliert werden.

Besondere Vorsicht ist angebracht, wenn der Anbieter dort nicht gefunden wird. Gleiches gilt, wenn die Domain oder die angebotene Glücksspielart nicht zu den amtlichen Angaben passt.

Auch die Aussage über einen noch laufenden Lizenzantrag löst dieses Problem nicht.

Bis der Status geklärt ist, sollte kein Geld eingezahlt werden.

Verdachtsfälle können der GGL über das offizielle Hinweisgebersystem gemeldet werden. Die Behörde empfiehlt eine möglichst genaue Beschreibung anhand der fünf W-Fragen.

Zusätzlich können Nachweise hochgeladen werden. Die GGL nennt unter anderem Screenshots und Dokumente als mögliche Anlagen.

Quelle: Illegales Glücksspiel und Verstöße bei der GGL melden

#Warum die Prüfung vor dem Spielen wichtig ist

§ 4 GlüStV 2021 bestimmt grundsätzlich, dass öffentliche Glücksspiele nur mit Erlaubnis der zuständigen Behörde veranstaltet oder vermittelt werden dürfen.

Die GGL weist zudem darauf hin, dass auch die vorsätzliche Teilnahme an unerlaubtem Glücksspiel rechtliche Folgen haben kann.

Illegale Angebote unterliegen außerdem nicht den gleichen kontrollierten Spielerschutzmechanismen wie erlaubte Anbieter.

Weitere Risiken können Manipulationen oder Probleme bei der Abwicklung des Angebots betreffen.

Für die praktische Anbieterprüfung reicht deshalb ein einfacher Grundsatz: Erst den rechtlichen Status prüfen und danach entscheiden, ob das Angebot genutzt wird.

#FAQ

#Wie erkenne ich ein illegales Online Casino?

Der wichtigste Kontrollpunkt ist die amtliche Whitelist. Prüfen Sie Anbieter, Glücksspielart und die konkrete Domain. Online-Angebote für Deutschland ohne .de-Domain gelten nach der aktuellen GGL-Position als unerlaubt.

#Wo kann ich eine deutsche Glücksspiellizenz prüfen?

Die Prüfung erfolgt über die amtliche Whitelist der GGL. Dort werden Veranstalter und Vermittler mit einer Erlaubnis oder Konzession nach dem GlüStV 2021 aufgeführt.

#Was ist die amtliche Glücksspiel Whitelist?

Die Whitelist ist eine gemeinsame amtliche Liste erlaubter Glücksspielanbieter. Sie wird gemäß § 9 Abs. 8 GlüStV 2021 von der GGL veröffentlicht.

Sie umfasst auch Angebote, die von anderen deutschen Glücksspielaufsichtsbehörden beaufsichtigt werden.

Nein. Entscheidend ist die konkrete Glücksspielart.

Ein Unternehmen kann eine Erlaubnis für eine bestimmte Glücksspielart besitzen, ohne automatisch jedes andere Glücksspielprodukt anbieten zu dürfen.

#Muss ein legales Online Casino eine .de Domain haben?

Ja. § 6e Abs. 3 GlüStV 2021 verlangt für öffentliche Glücksspiele im Internet eine Domain mit der länderspezifischen Endung .de.

Nein. Eine .de-Domain allein bestätigt keine Erlaubnis.

Die konkrete Internetseite und das Glücksspielangebot sollten zusätzlich mit den Angaben der amtlichen Whitelist abgeglichen werden.

#Was ist das GGL Prüf- und Erlaubnissiegel?

Es ist ein zusätzliches Kennzeichen, das die GGL den von ihr erlaubten und beaufsichtigten Anbietern zur Verfügung stellt.

Das Siegel erleichtert die Orientierung. Die Whitelist bleibt jedoch der sicherste Weg zur Prüfung.

#Muss ein Glücksspielanbieter seinen Sitz in Deutschland haben?

Nein. Ein ausländischer Unternehmenssitz schließt eine deutsche Erlaubnis nicht aus.

Entscheidend ist die Erlaubnis für das konkrete Angebot in Deutschland.

#Reicht eine Malta Lizenz für Deutschland?

Nein. Eine ausländische Lizenz ersetzt die erforderliche deutsche Erlaubnis nicht.

Für Deutschland sollte geprüft werden, ob das konkrete Angebot in der amtlichen Whitelist aufgeführt ist.

Nein. Laut GGL bleibt das Angebot unerlaubt, bis der Antrag genehmigt und der Anbieter in die Whitelist aufgenommen wurde.

#Wie prüfe ich die Domain eines Wettanbieters?

Vergleichen Sie die genaue Internetadresse mit der Whitelist. Ein ähnlicher Markenname oder eine leicht veränderte Domain genügt nicht.

#Darf ein Anbieter mit Sportwettenlizenz auch Online Slots anbieten?

Nicht allein aufgrund seiner Sportwettenlizenz. Für virtuelle Automatenspiele muss eine entsprechende Erlaubnis vorliegen.

Deshalb muss in der Whitelist die konkrete Glücksspielart geprüft werden.

#Wo kann ich illegales Glücksspiel melden?

Verdachtsfälle können über den offiziellen Bereich „Beschwerden / Verstoß melden“ der GGL übermittelt werden.

Vorher empfiehlt die Behörde, das Angebot anhand der Whitelist zu prüfen.

#Sind Bonusangebote ein Zeichen für ein illegales Casino?

Nicht automatisch. Ein Bonus allein ist kein verlässlicher Legalitätsnachweis.

Entscheidend sind die erforderliche deutsche Erlaubnis, die Glücksspielart und die amtliche Whitelist.

  1. GGL Amtliche Whitelist
  2. GGL FAQ Illegales Glücksspiel erkennen
  3. GGL FAQ Illegales Glücksspiel
  4. Glücksspielstaatsvertrag 2021
  5. § 6e GlüStV 2021
  6. GGL Prüf- und Erlaubnissiegel
  7. GGL Online-Poker und virtuelle Automatenspiele
  8. GGL Beschwerden und Verstoß melden
  9. GGL Bekämpfung unerlaubten Glücksspiels